Auswirkungen auf die Ökologie
Böden, Gewässer und Luft werden vergiftet: Ein
kleiner Schweinemastbetrieb mit 200 Tieren produziert täglich
fast eine Tonne Exkremente. Diese sind unter anderem mitschuldig
für den sauren Regen, das Waldsterben, die Überdüngung
und Übersäuerung des Bodens, des Grundwassers und
der Seen. Der Sempacher- und der Baldeggersee müssen seit
Jahren wegen Überdüngung mit riesigen Sauerstoffgebläsen
das ganze Jahr über künstlich beatmet werden - mit
Steuergeldern. Ozon und Feinstaub in der Luft sind ebenfalls
direkte Folgen der Intensivhaltung. Allein die weltweit gehaltenen
1,3 Milliarden Rinder produzieren jährlich 115 Mio. Tonnen
Methangas, das sind 20% des Gesamtausstosses dieses giftigen
Treibhausgases. Über 50% der Wasserverschmutzung in Europa
sind auf die Intensivhaltung zurückzuführen.
Nahrungsmittel und Ressourcen werden
verschwendet: Durch das Verfüttern wertvoller,
vom Menschen direkt konsumierbarer Lebensmittel an Nutztiere
(deren Fleisch wir dann essen), gehen 90% der Nährwerte
(z.B. Eiweiss und Kohlenhydrate) verloren. Weltweit werden
50% des Getreides und über 90% aller Sojabohnen an Nutztiere
verfüttert. In der Schweiz dienen rund 67% der landwirtschaftlichen
Nutzfläche dem Futtermittelanbau. Das gleiche Stück
Land, das einen schweren (d.h. durchschnittlichen) Fleischesser
ernährt, könnte etwa 10 Vegetarier ernähren.
Die grosse Nachfrage nach Billigfleisch trägt zur rücksichtslosen
Abholzung tropischer Regenwälder und deren Umwidmung in
Futtermittel-Monokulturen oder Weideflächen für das
Vieh bei. Nach wenigen Jahren werden sie unwiederbringlich
zu Steppen.
Die industrielle Landwirtschaft ist heute Umweltbelaster
Nr.1.
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