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Nicht-Vollzug der Tierschutzbestimmungen in der Schweiz
Das Schweizerische Tierschutzgesetz soll eines der besten und fortschrittlichsten weltweit sein. Der Haken: es wird nur zu oft nicht umgesetzt. Das Problem liegt bei den ausführenden und kontrollierenden kantonalen Behörden sowie beim Bundesamt für Veterinärwesen (BVET), das die Oberaufsicht über die kantonalen Veterinärämter inne hat.
Soeben hat der Verein gegen Tierfabriken eine Aufsichts-Beschwerde gegen das BVET an Frau Bundesrätin Leuthard eingereicht.
In diesem neuen leidigen Fall von Nichtvollzug handelt es sich um eine völlig simple Angelegenheit: Einstreu für Schweine während der Geburt und in der Säugezeit. Eine klare Vorgabe der Tierschutzbestimmungen wird mit unlogischen und kleinkarierten Ausflüchten umgangen - nicht nur von betroffenen Landwirten, sondern überdies vom zuständigen Veterinäramt und vom beaufsichtigenden Regierungsrat. Das Bundesamt für Veterinärwesen als nächsthöhere Instanz schweigt dazu.
Wie ist es möglich, dass eine ganze Kette verschiedener Instanzen eine klare Vorschrift einfach ausblendet?
zum Originalbericht>
Dünger schlimmer als Autos
Worauf Vegetarier schon seit Jahren hinweisen, wird jetzt in einer UN-Studie endlich auf den Tisch gebracht: die ungeheure weltweite, durch den Konsum von Fleisch und Milchprodukten begründete Tierproduktionsindustrie gehört zu den haupt-verantwortlichen Faktoren der Klimaerwärmung.
Es handelt sich um einen Bericht der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO): "livestock's long shadow".
Leider wurden Tierschützer und Wissenschafter mit ihrer Warnung bisher nicht ernst genommen, obwohl diese Erkenntnis längst offensichtlich ist und letzlich uns alle angeht.
Schlimmer noch, dass aus dieser "neuen" Erkenntnis keine gravierende Änderung zu erwarten ist: als möglichst rasch zu ergreifende Massnahmen zur Verbesserung der verheerenden Zustände wird eine Umstellung des Ernährungsplanes der Tiere empfohlen. Man erhofft sich durch die Gärungsverringe-rung im Magen eine Reduktion der Methanentwicklung. Als zweiter Vorschlag wird die Errichtung neuer Biogas-Anlagen genannt, um aus der anfallenden Gülle Energie zu gewinnen. Beide "Massnahmen" müssen einmal mehr als Symptombekämpfung bezeichnet werden. Die einzig richtige Konsequenz aus dieser Erkenntnis wäre die Aufklärung der Bevölkerung über die Auswirkungen ihres Fleischkonsums, verbunden mit der Eindämmung der intensiven und extensiven Viehzucht.
Enttäuschend ist, dass namhafte und einflussreiche Organi-sationen wie die FAO wohl aus wirtschaftspolitischen Überlegungen keine effektiven Massnahmen vorzubringen wagen.
zum Artikel in den Schweizerischen Tageszeitungen >
zum Original-Artikel der FAO >
zum gesamten Bericht der FAO >
Backwards Hamburger
Ein neuer Film von FreeRangeStudios, der die mit der Fleischindustrie verbundenen Problematiken am Beispiel der USA auf eindrückliche und einfallsreiche Weise thematisiert (englisch).
zum Film >
Auf der Website befinden sich unten rechts weitere empfehlenswerte Videos zum Thema.
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